Details zum Thema
Bioindikation in Bach und Fluss
Sie finden die meisten Informationen im Handbuch Bioindikation im Lebensraum Bach und Fluss:
- GLOBE_Bioindikation_web_D.pdf
Das Projekt "Bioindikation Bach und Fluss" umfasst folgende Lernziele:



Landschaftsökologische Bachbeurteilung (Ökomorphologie)
Die Beurteilung erfolgt gemäss den 10 vorgegebenen Bewertungskriterien. Bewertet wird jede Kriterienzeile aufgrund der zutreffendsten Aussage, wobei durchaus Zwischenwerte resultieren dürfen. Es soll so genau wie möglich zwischen 1 und 3 bewertet werden, wobei der natürlichste Bach am wenigsten (Straf)-Punkte erhält. Am Schluss wird summiert und der Mittelwert berechnet. Je mehr Messgruppen mitteln, desto sicherer ist der Wert aus statistischer Sicht.



Biologische Gewässergüte (Zusammensetzung Makroinvertebraten)
Die Wasserqualität bzw. der Verschmutzungsgrad eines Fliessgewässers kann durch
chemische und/oder biologische Methoden bestimmt werden.
Im internationalen GLOBE Programm wird die Wasserqualität mit chemischen und
physikalischen Methoden bestimmt. Genaue chemische Analysen sind zeitaufwändig.Die Resultate sind sehr genau, geben aber nur die momentanen Verhältnisse zum Zeitpunkt
der Stichprobe wieder.
Die makrobiologische Methode, wie sie im vorliegenden Programm Bioindikation
angewandt wird, ist zwar weniger genau als die chemische, kann aber – bei richtiger
Durchführung – durchaus den langzeitigen Zustand eines Fliessgewässers anzeigen:


Aufgrund der Belastung mit organischen Stoffen (Abwasser) haben sich im Bach
charakteristische Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren eingestellt.
Der abwasserbelastete Bach lässt durch seine höhere Nährstofffracht in der Regel ein
üppigeres Pflanzenwachstum (Algen, Moose, Blütenpflanzen) zu als der saubere.
Im allgemeinen findet sich aber im sauberen, sauerstoffreichen Bach eine grössere
Artenvielfalt an tierischen Organismen als in verschmutzten Gewässern. Die Individuendichte ist aber geringer.