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Bioindikation im Ökosystem Schulweiher

WeiherSchulweiher bieten eine ideale Gelegenheit, schulhausnah ein Ökosystem kennenzulernen und zu untersuchen. Nebst der Förderung von Artenkenntnissen ermöglicht es auch einen Einblick in die vielfältigen Wechselwirkungen, die auch in diesen "kleinen" Systemen bestehen. Und es gibt einen Einblick in eine Beurteilungsmethode von Biodiversitätsaspekten. Wie steht es um unseren Weiher? Was können wir tun, um diesen Lebensraum naturnaher und lebensfreundlicher zu gestalten? Schülerinnen und Schüler sollen Visionen und Massnahmen entwickeln, die eine Aufwertung und eine dementsprechende Umgestaltung und Pflege "ihres" Weihers ermöglichen.

Das Projekt "Bioindikation Schulweiher" umfasst folgende Lernziele:

Schülerinnen und Schüler lernen, ein Gewässer-Ökosystem über längere Zeit zu beobachten, zu erforschen und ihre Resultate zu dokumentieren. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, die Wirkung von Jahreszeiten auf ein solches System zu untersuchen.

Zielstufen: Sek I/II

Beurteilung Ökomorphologie (strukturelle Lebensraumbewertung)

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Skizze ihres Untersuchungsgebietes bzw. des zu untersuchenden Lebensraumes "Weiher" mit den einzelnen Strukturtypen inklusive Vegetation sowie deren Deckungsgrad als Grundlage für die ökomorphologischen und faunistischen Untersuchungen und Bewertungen. Sie beurteilen "ihren" Weiher hinsichtlich Gewässermorphologie, Vernetzungsgrad, Beschattung, Wasserqualität, Habitatbedingungen sowie Frassdruck.

FroschAmphibien (Indikation für Vernetzung Gewässer - Landlebensraum)

Die Untersuchung zu Amphibien umfasst die Sichtbeobachtung der laichenden Tiere am Gewässer und der Nachweise im Landlebensraum. Es können Molche, Frosch- und Krötenlarven bestimmt werden. Adulte Tiere können mit Kescher erfasst werden. Die Beurteilung hinsichtlich Bioindikation/Biodiversitätsindikator orientiert sich an der roten Liste. Bestimmung der Amphibien bis auf Artniveau. Geeignete Beobachtungsperiode: März bis Juni.

Libellen (Indikation für Strukturvielfalt des Gewässerrandes)Libelle

Sichtbestimmung der Imagines von blossem Auge und mit Feldstecher ohne Einfangen (Verletzungsgefahr). Fotodokumentation. Beobachten und Protokollieren von Fortpflanzungsaktivitäten wie Paarungsräder, Tandems, Eiablagen und Schlupf als Information zur Bedeutung der Gewässer für die Entwicklung der beobachteten Arten. Einsammeln von Exuvien in Röhrichtzone, Uferzone und erweiterte Uferzone als Ergänzung zur Sichtbeobachtung für "Experten". Bestimmung der Arten bis Gattung oder Art (Larven bis Familie bzw. Unterordnung). Larven siehe "übrige Makroinvertebraten". Geeignete Beobachtungsperiode: Mai bis August. Einfangen der Libellen mit geeignetem Libellennetz möglich (siehe Anleitung).

Makroinvertebraten (Indikation für kleinräumige Strukturvielfalt des Gewässers und Gewässerqualität)

Jeder Strukturtyp wird zwecks allgemeiner Übersicht während 10 Minuten beobachtet. Danach wird pro Strukturtyp während mindestens 15 Minuten lang mit Sieb/Netz mit Maschenweite 0.5 mm nach Makroinvertebraten gesucht, bis keine neue Taxa auftreten. Bestimmung der Tiere mit blossem Auge und mit Handlupe auf unterschiedlichem Niveau (Ordnung, Familie, Gattung, Art).

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