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Aus der Praxis

Meine, unsere Mitwelt

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Vom lokalen Beobachten und Messen zum Verstehen globaler Zusammenhänge: Das internationale Schulprogramm GLOBE - Global Learning and Observations to Benefit the Environment - vernetzt Lehrpersonen, Schulklassen und ForscherInnen aus aller Welt.

Siehe auch unter GLOBE Star international.

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Altersgemischte Messgruppen erforschen gemeinsam einen Bach

Am 23. September 2010 hat eine 2. Klasse der Primarschule Säli, Olten, gemeinsam mit einer 4. MAR Klasse der Kantonsschule Olten (angehende MaturandInnen) einen Bach erkundet und erforscht. Untersucht worden sind die Makroinvertebraten (wirbellose Tiere, die von blossem Auge sichtbar sind) sowie die chemischen Parameter wie pH-Wert, Sauerstoff- und Nitratgehalt, Härtegrad und Wassertransparenz. Obschon die Nitratwerte relativ hoch waren, haben die Schüler zwei Steinfliegenlarven gefunden, welche Zeiger für saubere Gewässer sind. Dieser Aspekt hat vor allem die älteren Schülern beschäftigt, die jüngeren wollten wissen, ob der Bach jetzt gesund sei oder nicht.

 

AusDerPraxis2

13Die Anleitung für die Untersuchungen haben die Kleinen von den Grossen erhalten, die Gruppen haben völlig selbstständig gearbeitet. Nach einer ersten Phase des Annäherns und des Kennenlernens wurden die Gespräche immer freundschaftlicher und ungezwungener. Es war offensichtlich, dass beide Altersgruppen Freude am gemeinsamen Wirken hatten. Sehr eindrücklich war das Engagement der Kleinen für die Sache, ganz professionell wurde in Gummistiefeln im Bach nach den kleinen Wirbellosen gesucht, Steine gekehrt, Siebe gefüllt und dann untersucht. Die vielfältigen Lernprozesse waren offensichtlich. Ohne grosse Pause haben die Mischgruppen intensiv und konzentriert an den verschiedenen Flussabschnitten gearbeitet und dann am Schluss der Arbeiten ihre Resultate verglichen. Bei den chemischen Analysen durften die Jüngeren mit der Pipette arbeiten und beobachten, wie sich die Verfärbungen einstellten. Dies natürlich alles mit Laborbrille, und zwar für alle! Die älteren Schüler haben es insgesamt als spannende Herausforderung erachtet, den Jüngeren schwierige Sachverhalte stufengerecht zu erklären – insbesondere bei der Chemie nicht ganz einfach. Und sie haben ihnen aufgezeigt, dass in diesem Bereich genaues und exaktes Arbeiten von grosser Bedeutung ist.

Eine L-Schülerin der Kantonsschule hat sich bereit erklärt, einen Artikel zu verfassen, der dann nach den Herbstferien in der regionalen Zeitung publiziert wird, dies mit der Unterstützung der Schulleitung der Schule.

Am Schluss des Anlasses wurde gemeinsam ein Lied gesungen. Etwas traurig war der Abschied, denn allzu gerne hätten vor allem die jüngeren Schülerinnen und Schüler diesen Anlass wiederholt, möglichst bald. Denn gemeinsames Forschen und gemeinsame Erlebnisse in der Natur verbinden – sehr schnell und tiefgründig.


AusDerPraxis3

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